Wegschmeißschwätzje am 14. und 15. November

Plakat zur Ankündigung

Zum ausgerufenen Monat der Reparatur und des Ressourcenschutzes organisieren wir unter anderem zwei Wegschmeißschwätzje zum Thema „geplante Obsoleszenz„, also der künstlichen Verknappung der Lebenszeit von Geräten und Software.

 „Gebaut, um bald kaputt zu gehen?“

Ein defekter Fernseher kurze Zeit nach Ablauf der Garantie? Das ärgert viele Konsument*innen, wenn es passiert. Am 14. November lädt Weltveränderer e.V. von 18-20 Uhr in die Breite63 in der Breitestr. 63 in 66115 Saarbrücken zum Wegschmeißschwätzje „Gebaut, um bald kaputt zu gehen?“.

Jasper Fleischhauer von IFixit, dem DIY-Reparturportal und Harald Kreutzer von Weltveränderer e.V. diskutieren mit dem Publikum über kurzlebige Alltagsprodukte und die Auswirkungen der weitverbreiteten Wegwerfmentalität auf unseren Planeten. Gehen Konsumgüter heutzutage schneller kaputt als früher und wird dies absichtlich durch Unternehmen verursacht, damit mehr gekauft wird? Was kann man als Konsument*in tun, wenn man Wert auf langlebige und reparaturfähige Produkte legt? Wie wird produziert und würde ein höherer Preis durch fairere Produktionsbedingungen das Müllaufkommen reduzieren, weil man sich den Einkauf doppelt überlegt, aber dafür auch haltbare Produkte erwartet?

„Computer, Handy & Co.: Auf’s Wegwerfen programmiert?“
Am 15. November lädt Weltveränderer e.V. von 18-20 Uhr in die Stiftung Demokratie Saarland in der Europaallee 18 in 66113 Saarbrücken (hinter dem Hauptbahnhof) zum Wegwerfschwätzje „Computer, Handy & Co.: Auf’s Wegwerfen programmiert?“ ein.

Wer kennt das nicht? Man möchte beim Handy gerne auf ein neueres Betriebssystem umsteigen und anschließend wird es langsamer. Vielleicht werden aber auch gar keine Updates mehr angeboten und man möchte sich doch bitteschön ein neues Gerät zulegen, damit man noch weiter sicher im Internet unterwegs ist? Was für Mobiltelefone gilt, lässt sich heutzutage auf zahlreiche andere technische Geräte übertragen, die uns im Alltag umgeben. Viele Menschen möchten sie ja noch gerne weiter nutzen, aber die Software macht einfach nicht mehr mit. Viele Menschen sind jedoch mittlerweile auch ganz froh, wenn sie Computer, Handy & Co. nun guten Gewissens in die Ecke legen und sich mit neuer Technik ausstatten können. Es läuft ja schließlich nicht mehr so richtig.

Beim Wegwerfschwätzje kommen Prof. Andreas Zeller, Inhaber des Lehrstuhl für Softwaretechnik an der Universität des Saarlandes, und Julia Georgi, Referentin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei der Caritas Luxemburg mit Ihnen in ins Gespräch. Könnte man Handy, Computer & Co. nicht auch eigentlich länger nutzen, wenn man die Software anders gestalten würde und welche Effekte hat die kurze Nutzungszeit auf Mensch und Umwelt auf diesem Planeten? Existiert so etwas wie eine geplante digitale Obsoleszenz, eine künstliche Verknappung der Lebenszeit von Produkten durch die Unternehmen, um einen Neukauf zu befördern? Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland organisiert.

Die Wegschmeißschwätzje sind eine Gesprächsreihe von Weltveränderer e.V., einer noch jungen saarländischen Organisation, welche zu globaler Nachhaltigkeit, Kooperationen in der Grenzregion und Europa arbeitet. Uns ist dabei wichtig, dass wir Menschen für Themen der globalen Nachhaltigkeit erreichen, welche hierzu noch wenig informiert oder engagiert sind.

Diese Veranstaltungen werden unterstützt durch Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) , durch das Ministerium für Bildung und Kultur (Saarland), Saartoto und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Themen Repair Café – Elektronik

Diesen Samstag gab es beim Repair Café eine kleine Premiere: Erstmals wurde die Wartezeit der Besucher*innen genutzt, um ihnen die globalen Zusammenhänge in der Produktion, Gebrauch und Entsorgung von Elektrogeräten zu vermitteln. Diese wurden mittels einer Weltverteilungsplane visualisiert und im Einzelgespräch diskutiert. Gerade in der Elektronikbranche gibt es noch viel zu tun. Selbst bei etwas so kleinem wie einer Computermaus ist es fast unmöglich herauszufinden, wo die einzelnen Materialien herkommen, oder zu verhindern das Geld aus der Rohstoffgewinnung Bürgerkriege oder sonstige Konflikte finanziert. Wir empfehlen: wenig konsumieren, faire Alternativen fordern und Geräte möglichst lange nutzen und Reparieren (natürlich gerne im nächsten Repair Café)!